NACHWORT 2018-07-03T19:24:49+02:00

Zehn Turniere! Man, wie ist die Zeit so schnell vergangen? Wir haben doch gestern erst angefangen und jetzt sind wir schon beim Jubiläum.

Unsere Jubiläumsauflage hatte aber tatsächlich alles, was wir uns vor 10 Jahren auf die Fahnen geschrieben hatten: Ein Teilnehmerfeld gefüllt mit Freunden, deren Freunden und Freunden von Freundesfreunden. Und das alles in freundlicher Atmosphäre. Wie immer klassenübergreifend, miteinander und fair, ein Traum. Vielen Dank an euch alle, dass ihr da wart.

Nach zwei Jahren bei den Südringern, konnten wir in diesem Jahr die Rückkehr in die Brauerfestung feiern. Einfach die perfekte Location für ein Turnier wie unseres. Dank Firat lief das Beantragen, Übergeben und Gewähren wieder einmal völlig problemlos und hürdenfrei. Es kann manchmal so einfach sein, jedenfalls woanders.

Einzig die Wetterfee (wahlweise der Wettergott), meinte es etwas zu gut mit uns Hallensportlern.

Speziell am Samstag kämpften die Teilnehmer nicht nur mit dem Modus und ihren Kontrahenten, nein, der stärkste Gegner an diesem Tag war zweifelsohne der große Celsius Maximus.

Vorteil: Zum Warmmachen brauchte man an diesem Tag einfach nur zu existieren. Nachteil: Existierte man, wurde einem ohne weiteres Zutun zu warm. Ein Teufelskreis.

Diesen Widrigkeiten zum Trotz, fanden sich fast 32 Teams zur morgendlichen Ansprache versammelt in der Brauerfestung ein. Nach der üblichen, ja schon traditionellen, Verzögerung starteten wir gegen Viertel vor 11 mit der erste Runde.

Zirka 12 Stunden, 459 Liter Apfelschorle und  neunmal Zwischenduschen später standen die sportlichen Sieger des Samstages fest. Sportlich, weil alle, die diesen ersten Turniertag überlebten, irgendwie Sieger waren.

Knapp in der Vorschlussrunde mussten sich die Teams Dennis Westphal/Veronica Buckina (Meteor) und Wolfgang Siemen/Alfred Liere (TTC Südost) mit Bronze begnügen. Als letzte unter die Dusche kamen an diesem Tag die Zweitplatzierten Andreas Salm (TTC Südost) und Jens Krämer (SC Eintracht) sowie die strahlenden und verdienten Sieger unserer Jubiläumsauflage Claudia Hildebrandt und Wassim El-Jamal vom TTC Neukölln. Mit einer Zwischenniederlage auf ihrem Weg ins Finale mussten die beiden sogar den längeren Weg über die Extrarunde nehmen, um am Ende den 1. Platz zu belegen. Respekt. Nicht von dieser Welt war auch Wolfgang, welcher sich mit 59 gespielten Sätzen im Glutofen Brauerfestung den Titel des Marathon-Mannes an Turniertag eins sicherte.

Der zweite Tag wurde traditionell den Solohelden und den Fundopplern gewidmet. Im Einzel, der Prostrunde und der berühmten Desperado-Klasse kam es zu vielen spannenden Duellen mit nicht selten unvorhergesehenen Ergebnissen. Es gab sogar eine (wenn auch unschöne) Premiere bei uns: Drei Stunden vor Turnierende hatten wir kein Pils mehr an Tisch 17. Und das trotz nicht vollem, ähhem… also trotz nicht vollzähligen Teilnehmerfeldes.

Als gute Gastgeber schieden die beiden im Feld verbliebenen Südostler Rita und Wolfgang rechtzeitig im Halbfinale aus und überließen damit den beiden Michaels den Kampf um die Krone des besten Solisten an diesem Tage.

Die Kondition besiegte im Finale die Erfahrung. Aber Michael Pollow zeigte sich trotz der Niederlage im letzten Spiel des Tages als glücklicher Zweiter. Im zehnten Jahr im Finale zu stehen, ist schon ein sehr gutes Timing. Der andere Michael, der Friedrichshainer Michael Belger, weiß bereits seit 2015, wie man in der Arena Brauerfestung überlebt. Nach Teamgold drei Jahre zuvor sicherte er sich das glänzendste Edelmetall diesmal im Alleingang. Chapeau!

Zeitgleich ging es auch in der Prostrunde in die Entscheidungen. Ein Michael war auch hier noch im Rennen: der Funk. Und dass der Spandauer in nahezu allen Trinkspielen Legendenstatus hat, sollte sich auch in diesem Jahr erneut beweisen. Das dritte Mal in Folge (!) auf dem Treppchen der Prostrunde. Wer hier noch an Zufall glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen. Ebenfalls im Halbfinale: Yüksel aus – ihr werdet es schon erraten haben – Spandau, genau. Selbst die größter Zweifler kausaler Zusammenhänge hatten an dieser Stelle längst alle Unschuldsvermutungen über Bord geworfen. Die Prostrunde genießt in den Berliner Vororten einfach einen höheren Stellenwert.

Beide Herren unterlagen allerdings knapp in der Vorschlussrunde und mussten sich mit Platz 3 biergnügen. Dass Spandau trotzdem im Finale vertreten war, ist Ehrensache. Sandra hielt die Fahne der Borussen nach oben und belegte nach hartem Kampf um den goldenen Kronkorken letztlich Platz zwei. Sieger der Prostrunde 2018 wurde Wassim El-Jamal. Nachdem er der Turnierleitung quasi seit 8 Uhr morgens erzählte, dass heute „überhaupt nichts geht“, ist er komischerweise doch immer noch mit Schläger in der Hand vertreten, wenn die Zähltafeln zum Einsatz kommen. Glückwunsch an unseren Dauerbrenner.

Selbstverständlich fand sich Wassim später auch noch auf dem Podium der Desperado-Klasse wieder. Zusammen mit Partnerin Claudia schrieb er sich damit auch am zweiten Turniertag in die Siegerlisten ein. Einzelfinalist Michael schaffte es mit seinem langjährigen Partner Carl ebenfalls auf Platz 3 und nur knapp an der Marathon-Wertung vorbei. Diese Sonderprämie sicherte sich Sandra (44 Sätze), welche im Einzel wie auch in der Desperado-Klasse jeweils das Finale erreichte. Zusammen mit Anna aus Neukölln wurde der zweite Platz erworfen und errungen. Stefan Fricke vollbrachte das Kunststück, im dritten Jahr in Folge jeweils die Top 3 zu erreichen. Nach Gold 2016 an der Seite von Tobi Schneider und Silber im Vorjahr mit Koray Kaman wurde es in diesem Jahr erneut Platz 1. Diesmal unterstützt von Partner Oldrich Lejcek. Olè!

Nach einer schönen Ehrung aller Sieger und gegenseitiger Lobhudelei mit unseren famosen Gästen ging es ans Abbauen. Hier ein RIESENDANK an alle Helfer. Wahnsinn, neuer Rekord. Und das nach so einem Wochenende. Falls ihr irgendwann mal zwei Stunden Zeit habt, es gibt da so einen Flughafen….

Mit einigen Gästen ging es anschließend noch in eine nahegelegene Lokalität zum gemeinsamen Verzehr gekühlter (!) Sportgetränke und nettem Plausch.

Wir hoffen, es hat euch allen noch einmal genau so viel Freude bereitet wie uns und wünschen euch einen tollen, heißen und laaaaaaaaaangen Sommer.

Euer Team SONAH